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26
2017
70er - leben lassen

 

Von Lukas und Kathrin Resetarits

Premiere 14.03.2017
Stadtsaal, Wien

Im Oktober 2017 ist es denn endlich soweit: Resetarits tritt in der Club der 70er ein und bleibt somit, laut WHO, ein „Älterer Mensch“. Erst ab 76 wird er sich sprachlich zum „Alten Menschen“ verjüngen, obwohl er doch altert.

Werbetexter und Sprachverhunzer würden ihn wohl „Golden Ager“, „Best Ager“ oder „Silver Surfer“ nennen, solang man ihn noch zum Konsum verführen kann.

Durch die im Hintergrund mitschwingende Wahrscheinlichkeit einer Demenz oder anderer Gebrechen bleibt er für die Pharmaindustrie interessant.

Weit interessanter ist die Tatsache, dass er bald 40 Jahre Solokabarett macht.

Und der Titel „70er“ bezieht sich auch auf eine politische Epoche des Aufbruchs in Österreich . Oft wurde Lukas als 68er bezeichnet, was aber so nicht stimmt. Was in Frankreich, Italien und Deutschland die 68er Bewegung war, erreichte Österreich erst mit einiger Verspätung, also waren wir bestenfalls 70er im historisch politischen Kontext. Die Generation der 70er, nunmehr im Lebensabend, bereitet sich einerseits aufs Ableben vor, andererseits machen sich menschenfreundliche Oldies Gedanken über die Zukunft der jungen Menschen von heute. Vielleicht schaffen wir gemeinsam einen neuen Aufbruch. (Ab)leben und Leben lassen...

Ja, und witzig wird es auch, das Kabarettstück Nummer 26 von Lukas und Kathrin Resetarits

Kritiken :

Ein alter Querulant erinnert sich an goldene Zeiten
von Werner Rosenberger, Kurier, 16.03.2017

Vom Tschiken beim Tanken
von Stefan Weiss, Der Standard, 16.03.2017

"70er - leben lassen": Lukas Resetarits feiert mit neuem Stück den runden Geburtstag
von Robert Jäger, APA, 15.03.2017


Interview :

"Wir waren auf einmal nicht wurscht"
von Werner Rosenberger, Kurier, 18.02.2017

"Resetarits lässt leben und feiert"
NÖN, Woche 35/2017

 
ORF 2 "Kulturmontag" 13.03.2017



ORF 1 "ZiB 1" 15.03.2017

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